Goldener Herbst

Was haben wir in diesem Jahr für ein Glück-die Sonne scheint täglich neu um die Wette und lässt uns wunderbare morgene im Wald verbringen. Da der Herbst langsam Einzug hält, betrachten wir die unterschiedlichen Blättern, die uns auf dem Waldboden entgegenkommen, genauer.

Wir finden spitze, runde, zackige, längliche, kleine, glänzende, handflächengrosse, schmale, feste, und noch ganz viele weitere verschiedene Blättern. Die uns besonders gut gefallen halten wir dann fest, indem wir einen Abdruck von ihnen in Modelliermasse machen. Eine weitere Herausforderung-denn das Kneten der Masse, das anschliessende platt drücken zu einer Fläche und dann noch das Blatt mit dosiertem Druck in die Masse zu pressen, benötigt sehr viel Fingerfertigkeit!

Am Ende steht jedes interessierte Kind mit seinem persönlichem Lieblings-Blattabdruck in der Hand 🙂

 

 

Kuhstall und Wallnüsse

Kuhstall und Wallnüsse

Dieser Morgen begann sehr vielversprechend! Wir durften zu einem nahegelegenden Reitstall gehen und dort die Wallnüsse vom Hof sammeln. Voller Elan ging es los-doch auf dem Weg dorthin legten wir erst einmal einen Stop beim Kuhstall ein.

Zunächst waren unsere Waldkinder ganz zurückhaltend. Denn die grossen Kühe kamen direkt vor und schauten, wer und was wir bei ihrem Futter wollten. Die Kälber wiederum waren ganz verschreckt und zogen sich zu ihren Schlafplätzen zurück. Doch mit der Zeit wurden sowohl die Waldkinder offener und begannen den Kühen das Futter vorzulegen, als auch die Kälber kamen immer näher und schnupperten.

Zeit für uns, die Tiere einmal genau zu betrachten-denn obwohl sie alle Kühe sind, sehen sie alle grundverschieden aus! Neben den Farben und Tupfern, sind auch ihre Augen ganz unterschiedlich. Manche sehen als, als ob sie sich die Haare geschnitten hätten, andere müssten sich unbedingt mal kämmen 🙂

Dann aber ging es weiter zu dem Reitstall. Kaum auf dem Hof angekommen, lagen uns die Nüsse schon zu Füssen! Der leichte Sturm in der Nacht hatte allerlei Arbeit geleistet. Begeistert sammelten und knackten die Kinder. Auch hier war es spannend-denn manche Nüsse hatten eine dunkle Hülle, manche eine Helle, manche waren noch in ihrer Baumschale, die ganz glitschig und schmierig ist! Aufjedenfall hatten wir an diesem Morgen eine tolles knackiges Z`nüni in den Taschen!

 

Elternabend

Elternabend

Dieses Jahr fand unser Infotreff das erste Mal an einem Abend- und für alle Gruppen gleichzeitig statt.  Für uns eine ganz neue Erfahrung – denn wir sind gewachsen. Sowohl die Anzahl der Tage, die wir nun im Wald unterwegs sind, unser Team, dass sich vergrössert hat, wie auch viele neue Gesichter an Kindern und Eltern. Mit diesem Abend hoffen wir, Euch Eltern anzutreffen und euch so einfach und unkompliziert wie möglich über unser Waldjahr zu informieren. Erfahren wir gemeinsam, ob dieser Abend für alle Seiten ein guter Weg dazu ist.

Der Abend begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde unseres Waldteams, so dass alle Eltern einmal unsere Waldfrauen gesehen und einen Eindruck von ihnen bekommen haben.

Anschliessend durften wir dann die Bekanntschaft von „Frau Tante Jo“ machen, die immer ganz komische Sachen machte. So hatten wir alle etwas zu lachen und wurden etwas munter, um für das anschliessende „Winter-Kleider-Programm“ aufmerksam zu sein.

Der Abend endete in einer sehr netten spätsommerlichen Abendstimmung, mit Kerzenschein, Gebäck und Getränken. Wir Waldfrauen hatten den Eindruck, dass sich alle Anwesenden recht wohl gefühlt haben und ein angenehmer Austausch und ein Miteinander vorhanden war!

Wir sagen allen Eltern und unserem Team DANKE, die sich am Abend für uns Zeit genommen haben.

Geburtsagsrunde

Geburtsagsrunde

Es ist immer wieder fantastisch zu sehen, mit welcher Hingabe und Konzentration die Kinder das Auslegen des Geburtsagsmandalas vornehmen!

Herbstfrüchte

Herbstfrüchte

Nun ist der Herbst ganz präsent. Die Glückspilze sind im Wald unterwegs und ihre Aufmerksamkeit legt ganz bei den Früchten, die wir nun im Wald entdecken können. Haselnusssträucher find en wir einige-aber oftmals waren die Haselkäfer schneller-eigige Hüllen sind bereits ausgefressen. Bucheckern bedecken in diesem Jahr die Wege- so werden die Kinder sehr viel fündig und der Sack füllt sich schnell. Tatsächlich laufen wir auch noch an einer Hagebuttenpflanze vorbei-wir bedienen uns-lassen aber für die Vögel noch eine gute Ausbeute hängen! Und zum guten Schluss steht sogar noch ein Wallnussbaum auf unserem Weg-diese runden unser Vorhaben ideal ab!

Dann haben die Glückspilze allerhand zu tun-Nüsse knacken, von der Schale befreien, kleinschneiden, Bucheckern schälen und Hagebutten enthaaren. Was recht lange dauert und eine Menge Feinmotorik benötigt, bringt am Ende ein tolles Ergebnis-auf dem Feuer lassen wir Kökösfett und Honig schmelzen, geben unseren grossen Nuss- und Hagebuttenfundus mit in die Pfanne, rösten diese und fügen am Ende noch Haferflocken hinzu.

Natürlich darf das Probeiren nicht fehlen und so schmecken wir alle ab, ob noch etwas Honig, Vanille oder Zimt  dazu gemischt werden muss. Fein duftendes Waldcrunchy ist zubereitet!

Klettermax und Schaukelfee

Klettermax und Schaukelfee

Langsam haben sich in den letzten Wochen beinahe alle Kinder vom Feuerplatz aus orientiert und sind nun unterwegs und machen die unterschiedlichen Plätze unsicher. Mit Seilen oder Sägen, mit Stecken oder Tannenzapfen wird gespielt und sich untereinander kennengelernt. Wir Waldfrauen sind bei den Kinder noch immer sehr präsent, können nun aber schon Spielkonstruktionen mit den Seilen aufbauen. So haben heute die Kinder die Gelegenheit bekommen, neben den Schaukeln sich im Klettern über eine Hängebrücke zu probieren!

Eine sehr wackelige Konstruktion, die den Kinder viel Mut, sehr viel Gleichgewichtssinn und auch etwas Geschick abverlangt. Auch die Absprache untereinander ist ziemlich gefordert-denn während dem einen Kind das Wackeln durch jemand anderen egal ist, mag ein anderes Kind keine Äusseren Einflüsse während des Balancierens haben!

Brenneseltee

Brenneseltee

Jeden Morgen laufen wir unseren Weg und entdecken am Wegesrand jede Menge unterschiedliche Tiere. Die einen kriechen auf dem Weg, die anderen hüpfen im Gras, die meisten jedoch sitzen auf den Brennesselblättern. Jedes mal widmen wir den Tieren viel Zeit und beobachten sie und stellen uns diverse Fragen. Doch diesen Morgen schenkte plötzlich ein Waldkindmädchen der Pflanze ihre ganze Aufmerksamkeit. Sie entdeckte von sich aus die Häarchen unter den Blättern und die Zacken an den Blatträndern. Sie wollte wie zu Hause gerne Brennesseltee trinken.

Glücklicherweise hatten wir den Topf dabei und so setzten wir ihr Vorhaben direkt in die Tat um-wir zupften die Blätter ab-leider auch mit dem ein oder anderen leichten Stich- wir wuschen sie, zündeten ein grosses Feuer an und kochten das Teewasser-

am Ende gab es dann sogar mehrere mutige Kinder, die den Tee probierten! Und das Mädchen fand, es schmecke noch besser als zu Hause 🙂

 

Überall sind Pilze

Überall sind Pilze

Kaum sind wir die Woche in den Wald gestartet, springen uns die ersten leuchtenden Pilze entgegen. Interessiert schauen sich die Kinder die Pilze genau an- welche Form hat der Schirm, warum haben manche Lamellen, wieder andere sehen aus wie eine Sonne, die von aussen ganz hell, nach innen immer dunkler wird, manche Pilze wachsen ganz eng zusammen, in kleinen Gruppen, andere stehen einzeln.

 

Über den Weg verteilt finden wir immer wieder neue Pilze. So stellen wir uns auch gleich die Frage, wer von den Waldbewohnern Pilze auf seinem Nahrungsplan stehen hat. Und natürlich war dann auch klar festgelegt, dass wir Kinder und Waldfrauen in unserer Waldspielgruppe die Pilze nicht anfassen oder zerstören. Denn das ist Nahrung für die Tiere-wir hüten sie und gehen achtsam damit um-und falls wir einen Pilz mal kehren müssen-dann nur mit einem Stecken. Schnell haben die Kinder diese wichtige Regel respektiert und eingehalten.

 

 

Zauberapfel

Zauberapfel

Der Herbst ist zwar noch nicht so ganz eingetroffen, aber die Früchte sind in diesem Jahr besonders früh reif. Kaum zu übersehen, wenn man an den Wiesen vorbeikommt-die Äpfel leuchten im satten Rot in den Bäumen. Wir schauen uns mit der Gruppe die Frucht genauer an und staunen über die fünf Kämmerchen. In jedem davon haust ein keiner Kern. Und schneidet man den Apfel quer auf, strahlt uns ein kleiner Stern entgegen.

Noch spannender wird es, als wir die Äpfel zu feinen Scheiben schneiden und sie auf dem Rost warm bräteln. Für alle Waldkinder war es ein Spass, diese mit Zimt zu bestreuen und für manche auch eine Freude sie dann zu probieren!

Verzaubert

Verzaubert

Heute bin ich zu Besuch bei den Waldkindern am Donnerstag gewesen und habe prompt das Glück gehabt mich verzaubern zu lassen. Nachdem die Sprösslinge sich auf den Weg gemacht haben, kamen sie recht bald einen Treffpunkt, an dem die Leiterin ein Säckchen aus der tasche zog. Sie erzählte von einem Mann und einer Frau, die alles was sie besitzen wollen, in diesem einen Säckchen bei sich haben. Nicht möglich? Die Kinder öfnneten mit gespannten Blicken den Sack – und wieder kam ein Säckchen zum Vorschein….diese Geschichte wiederholte sich mehrmals-bis am Ende der Sack so klein war, dass der wahre Schatz zum Vorschein kam.

Eine Salbe, die nach zu Hause, nach seinen Liebsten, nach Mut sich zu Trennen, nach Trost roch! Eine Salbe, die immer Mami oder Papi bei sich haben lässt! Mit all diesem Mut ,achten sich die Racker weiter auf den Weg, den Wald unsicher zu machen! Und ich….ganz fasziniert und verzaubert von der Einfachheit, die uns immer wieder entzücken lassen kann!