Waldweihnacht

Waldweihnacht

Die Ferien stehen bevor-wir verabschieden uns von unserem Waldplatz mit einer Geschichte:

Der Vogel machte sich am Tag vor dem Weihnachtsfest auf den Weg in die Stadt zu den Menschen. Währenddessen begegnete er aber einen kleinen Tannenbaum, der alleine auf einer Anhöhe stand und bitterlich weinte. Der kleinen Vogel näherte sich ihm und erkundigte sich nach dem Grund. Und so erzählte der kleinen Tannenbaum, dass alle seinen Brüder und Schwestern für das Weihnachtsfest in die Stadt geholt wurden- nur er wurde zurückgelassen-weil er noch zu klein ist.

Da der Vogel auch keinen Rat wusste, holte daraufhin seinen Freund, den Esel. Beide kehrten zu dem kleinen Tannenbaum zurück und da es schon viel zu spät und der Weg zu weit bis in die Stadt war, blieben sie bei dem Tannenbaum und schliefen nah bei ihm ein.

So geschah es, dass es in der Nacht zu schneien begann und am Morgen ein weiss gepuderter, kleinen, glänzender Tannenbaum vor dem Vogel und dem Esel stand.

Für die beiden war sofort klar: Das ist der schönste Tannenbaum, den sie je gesehen haben! Der Weihnachtsabend war gekommen und gemeinsam standen sie bei dem Tannenbaum, sahen auf die Stadt mit den leuchtenden Lichtern hinunter und sangen das Weihnachtslied – so kamen aus dem Wald all die anderen Tiere und schlossen sich den dreien an.

Der Esel und der Vogel blieben die ganze Nacht bei dem kleinen Tannenbaum-am nächsten Morgen machte sie der Esel wieder auf den Weg zurück in seinen Wald-der Vogel aber blieb und suchte sich einen schönen Platz in den Zweigen des Tannenbaumes. Aber vorher machten sich die drei noch ab, dass sie im nächsten Jahr wieder bei dem allerkleinsten Tannenbaum das Weihnachtsfest feiern würden!

 

Unsere Waldkinder waren so sehr verzaubert von der Geschichte!! Im Anschluss daran trugen sie mit allergrösster Sorgfalt ihren kleinsten Tannenbaum in ihr Haus-um ihm ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten!

 

 

Wintersturm

Wintersturm

Das Wochenende über hat es ziemlich stark geregnet und gestürmt, so dass wir den Wald am heutigen Tag nicht aufsuchen konnten. Unseren Waldkindern aber machte das scheinbar wenig aus-denn sie marschierten gut gelaunt auf unseren Waldweg zu-den Spielplatz am Schwimmbad fest im Visier.

So kamen wir nach einer halben Stunde bereits am Flugzeugspielplatz an und packten unser Znüni aus-heute ohne Feuer. Schon aber hatten die Kinder keine Ruhe und nahmen Reissaus…sie spielten lebhaft miteinander-sie buddelten im Sand, kletterten das Flugi hoch, kurbelten am Steuerrad, rutschten, lachten, halfen einander und bauten Burgen.

Der Morgen auf dem kleinen Platz ging viiiiel zu schnell für die Waldkinder zu Ende! Sich vom Spiel zu verabschieden-waren wir doch mal Bauarbeiter, mal Piloten oder Theaterbesucher, viel den Kindern nicht wirklich leicht-nach einigen Liedern waren die Rucksäcke aber gepackt und wir auf dem Rückweg.

Dort viel dann sehr schnell auf, wie sehr zwei Stunden spielen bei eisigen Temperaturen erschöpft-nun war der Weg plötzlich sooooo viel länger geworden als am Morgen!

Blätterbett

Blätterbett

Nach wie vor haben wir das grosse Glück „unseren“ Wald bei schönem Herbstwetter unsicher zu machen. Mittlerweile sind die Bäume schon sehr licht geworden-ein Spielparadies für uns und unsere Waldkinder ist entstanden! Jede Menge trockenes Laub liegt uns auf dem Waldboden zu Füssen!

So gehen wir der Frage auf den Grund, wie sich wohl die Igel in ihren Höhlen fühlen. Frieren sie? Haben sie Hunger? Kitzeln die Blätter im Gesicht? Pieksen die kleinen Stecken im Laub? All dies lies sich nur herausfinden, in dem wir uns selber in ein Blätternest legten!

Sägen und Klopfen

Sägen und Klopfen

Die Glückspilze werden langsam zu einer richtigen Gruppe! Nun ziehen wir mit sechs starken Kinder in den Wald hinaus-schon zu Anfang legten wir unser Hauptmerk darauf, einen Ast zu finden, der noch nicht durchgetrocknet ist, einen bestimmten Durchmesser hat und für unsere Kinder tragbar ist! Mit unseren geübten Waldkindern war das kein wirkliches Problem und so trugen sie recht schnell mehrere Baumstämme zum Waldplatz hoch.

Oben angekommen hiess es für einen Teil der Gruppe das Feuer zu entfachen und unsere Schokibanane vorzubereiten, der andere Teil begann mit den Sägearbeiten. Diese waren sehr anspruchsvoll-denn das Holz was sich die Gruppe ausgesucht hatte, war Buche-hart! Dennoch gelang es ihnen mit viel Fleiss und Schweiss eine Holzscheibe abzutrennen.

Dann kam der schöne Teil:  ein Muster auf die Holzscheibe zu zeichnen und diese mit Nägeln auszufüllen. Dann kam schönes Wollgarn zum Zuge und am Ende der kurzen Waldzeit war eine schöne Weihnachtsholzscheibe entstanden!

Die Kälte hält Einzug

Die Kälte hält Einzug

Heute war es soweit-der Morgen begrüsste uns mit einer sehr kalten Brise…zügig machten wir uns auf den Weg zum Waldplatz, um uns möglichst schnell zu stärken. Doch ganz gegen unserer Erwartungen hatten die Kinder kaum Probleme mit der uns bisherigen unbekannten Kälte. Sie sangen, spielten, schaukelten, sägten….so, als wäre alles wie immer!

 

Dennoch zauberten wir uns nach einer Weile eine Sternsuppe. Rübli schälen, kleinschneiden, Wasser kochen, Zaubersterne einfüllen-abwarten. Und dann konnten wir unsere kühlen Hände wieder aufwärmen!

Goldener Teppich

Goldener Teppich

Der Herbst blüht in seiner ganzen Farbenpracht! Die Waldkinder laufen mit offenen Augen durch den Wald-entdecken viele verschieden Nüsse, aber auch ganz ganz unterschiedliche Blätter!

Es ist sooo eine Wonne all die verschiedenen Farben auf den Blättern zu betrachten, die uns die Kinder bringen-und zu unserem grossen Glück, haben wir sogar direkt an unserem Waldplatz einen goldenen Teppich, der schon beinahe zu schade zum Betreten ist 🙂

 

 

Von der Raupe zum Schmetterling

Von der Raupe zum Schmetterling

Nun sind die Gruppen in ihre Rollen der Schmetterlinge eingeführt. Die Raupen wurden gefädelt, mit Besonderheiten bemalt, die Nasen ausgesucht- nun hängen sie an den Rucksäcken und erinnern an die Zeit, als das Waldkind noch ganz unerfahren zu uns gekommen ist- „Weisst Du noch, als…“  Leuchtende Augen schauen uns dabei an, wenn wir erzählen, wie sie noch vor einigen Wochen ganz unerfahren als Waldkind vor uns standen-nun sind sie stolz diese Phase schon laaaange hinter sich zu haben.

 

heute begleitet uns die Geschichte von der kleinen Raupe Nimmersatt, die sich ganz ähnlich auf den Weg gemacht hat!

Die Waldkinder fliegen aus

Die Waldkinder fliegen aus

Die Waldkinder sind nun seit vielen Wochen miteinander unterwegs- sie kennen unsere Plätze zum Warten, wissen wie man sich gegenseitig beim Balancieren helfen kann, können trockenes Anzündholz finden, halten die Regeln am Feuer ein und kennen ihre Waldfreunde.

 

Zeit, das „Ablösungsritual“ am Morgen von Mami und Papi aufzulösen. Die Waldscheiben, die seit Beginn des Waldjahres aufgefädelt wurden und so immer länger wurden, bekamen ein Gesicht, eine Nase und wurden so zur Raupe erweckt.  Gleichzeitig liessen wir die Waldkinder aus dem Kokon (eine Decke über den Köpfen der Kinder) in den Wald fliegen-nun sind sie gross genug, um ohne Probleme auf den Weg in den Morgen zu starten!

Goldener Herbst

Was haben wir in diesem Jahr für ein Glück-die Sonne scheint täglich neu um die Wette und lässt uns wunderbare morgene im Wald verbringen. Da der Herbst langsam Einzug hält, betrachten wir die unterschiedlichen Blättern, die uns auf dem Waldboden entgegenkommen, genauer.

Wir finden spitze, runde, zackige, längliche, kleine, glänzende, handflächengrosse, schmale, feste, und noch ganz viele weitere verschiedene Blättern. Die uns besonders gut gefallen halten wir dann fest, indem wir einen Abdruck von ihnen in Modelliermasse machen. Eine weitere Herausforderung-denn das Kneten der Masse, das anschliessende platt drücken zu einer Fläche und dann noch das Blatt mit dosiertem Druck in die Masse zu pressen, benötigt sehr viel Fingerfertigkeit!

Am Ende steht jedes interessierte Kind mit seinem persönlichem Lieblings-Blattabdruck in der Hand 🙂

 

 

Kuhstall und Wallnüsse

Kuhstall und Wallnüsse

Dieser Morgen begann sehr vielversprechend! Wir durften zu einem nahegelegenden Reitstall gehen und dort die Wallnüsse vom Hof sammeln. Voller Elan ging es los-doch auf dem Weg dorthin legten wir erst einmal einen Stop beim Kuhstall ein.

Zunächst waren unsere Waldkinder ganz zurückhaltend. Denn die grossen Kühe kamen direkt vor und schauten, wer und was wir bei ihrem Futter wollten. Die Kälber wiederum waren ganz verschreckt und zogen sich zu ihren Schlafplätzen zurück. Doch mit der Zeit wurden sowohl die Waldkinder offener und begannen den Kühen das Futter vorzulegen, als auch die Kälber kamen immer näher und schnupperten.

Zeit für uns, die Tiere einmal genau zu betrachten-denn obwohl sie alle Kühe sind, sehen sie alle grundverschieden aus! Neben den Farben und Tupfern, sind auch ihre Augen ganz unterschiedlich. Manche sehen als, als ob sie sich die Haare geschnitten hätten, andere müssten sich unbedingt mal kämmen 🙂

Dann aber ging es weiter zu dem Reitstall. Kaum auf dem Hof angekommen, lagen uns die Nüsse schon zu Füssen! Der leichte Sturm in der Nacht hatte allerlei Arbeit geleistet. Begeistert sammelten und knackten die Kinder. Auch hier war es spannend-denn manche Nüsse hatten eine dunkle Hülle, manche eine Helle, manche waren noch in ihrer Baumschale, die ganz glitschig und schmierig ist! Aufjedenfall hatten wir an diesem Morgen eine tolles knackiges Z`nüni in den Taschen!