Daniel Schibli

Daniel Schibli

unser Mann unter dem Blätterdach / Vater zweier Kinder/ mit viel Kreativität und Leidenschaft am Werken/ mit Musik im Rucksack unterwegs / leitet die Glückskinder an den Nachmittagen

Vorbereitete Umgebung

Vorbereitete Umgebung

Die Glückskäfer flogen am Nachmittag wieder los in die Natur. Nachdem der Morgen noch mit strömenden Regen begleitet wurde, strahlte nun die Sonne mit vollem Glanze. Der Weg zum Waldplatz ist immer wieder auf s neue Spannend. Dieses mal staunten wir über die Kräfte der Klettpflanze. Wie schafft sie es nur mit ihren kleinen Häarchen, so stark an unseren Kleidern oder sogar in unseren Haaren hängen zu bleiben. Und wie fühlen sich diese Wiederhaken an, wenn man sie isst? Denn in der Tat, gehört die Pflanze zu den Essbaren!

Am Waldplatz angekommen, riefen wir voller Inbrunst unseren Glücksspruch aus und setzten uns an unsere Vorhaben. Ganz individuell: jeder hatte seinen eigenen Plan im Kopf: für ein Waldkind bedeutete dies zunächst einmal seinen Platz vorzubereiten. Anschliessend versank es ganz in seinem Tun! Immer wieder faszinierend wie strukturiert Kinder bereits in diesem Alter sind!

Regenguss und Wasserfälle

Regenguss und Wasserfälle

Nun ist der Sommer bereits angebrochen, doch das Wetter verharrt weiterhin im April. Heute morgen starteten wir mit leuchtenden Kinderaugen im stärksten Regenfall, den wir in diesem Waldjahr hatten. Von dem Elan und der Freude der Kinder liessen wir Leiterinnen uns schnell anstecken und entdeckten mit ihnen neue Pfützen, tiefe Wasserlöcher und ganze Wasserfälle. Schnell wurde das Projekt, einen reissenden Fluss bis zu einem Wassersammelpunkt zu graben und zu stauen begonnen.

Viele Kinder nahmen die Füsse zum Einsatz, einige Kinder gruben mit den Händen, manche schleppten und formten Staudämme aus Matsch und Blättern, wenige Kinder schauten gespannt zu und gruselten sich vor den dreckigen Händen der Anderen 🙂

Am Ende stand fest-wir brauchen noch mehr Wasser, damit all unsere Pläne umgesetzt werden können! So wurde beschlossen, nach einem kräftigen Z`nüni weiter zumachen.

Doch als wir wieder zurückkamen, war das Staunen gross-in der Zwischenzeit hatte es tatsächlich aufgehört zu regnen-und all das viele gestaute und geformte Wasser war WEG!

Schnecken mit grossem Haus, mit kleinem Haus, ohne Haus

Schnecken mit grossem Haus, mit kleinem Haus, ohne Haus

Der Regen hat uns noch immer etwas in seinen Händen. Als wir heute mit Mütze auf dem Kopf in den Wald zogen, stiessen wir auf zahlreiche Schnecken. Wieso gibt es eigentlich kleine und sogar winzige Schnecken, grosse Schnecken, helle und dunkle Schnecken?

 

Wir suchten uns wenige besondere Schnecken aus dem Gras, setzen sie in unsere Insektenbehälter und beobachteten sie. Wie fressen Schnecken eigentlich? Und wie kann man sehen, wie alt sie bereits sind? Die interessierten Waldkinder beobachteten, wir tauschten uns aus und zählten ihre Jahresabschnitte am Schneckenhaus.

Am Feuer konnten wir uns dann sogar noch ein Schneckenhaus formen und bräteln 🙂

Die Welt mit Kinderaugen sehen

Die Welt mit Kinderaugen sehen

Nachdem wir am Tag zuvor uns die kleinen Krabbeltiere genauer betrachtet haben, kam plötzlich ein Waldjunge mit einem weiteren besonderen Tier auf uns zu. Seine Augen haben das Unscheinbare entdeckt-im Gras versteckt lag ein kleiner Molch-eine grosse Freude für uns! Die Neugier liess uns weiterforschen!

Was für ein besonderer Tag

Was für ein besonderer Tag

Nun gehen wir mit unseren Kinder beinahe täglich hinaus in den Wald. Wir finden immer Tiere auf unseren Wegen, entdecken besondere Pflanzen oder Riechen unterschiedliche Düfte-so auch heute. Auf unserem „Kamel“ krabbelten heute Kellerasseln-für die Kinder ein ganz neues Tier. Wir beobachteten, es traute sich sogar ein Waldkind das Krabbeltier auf die Hand zu nehmen, wir zählten die Beine und überlegten, was das Tier wohl fressen mag. Glücklicherweise hatten wir Hilfe im Rucksack-so suchten wir in unseren Büchern und wurden sogar fündig: so lasen wir die Lebensweise der Tiere nach und wurden zu kleinen Experten über Kellerasseln 🙂

Waldmeister

Waldmeister

Der Meister der den Waldboden einnimmt-dem sind sowohl die Spielgruppenkinder als auch die Glückspilze auf die Spur gegangen. Nach intensiven Suchen wurden wir fündig-in der Nähe unseres Waldplatzes haben wir bisher nur eine kleine Stelle mit dem feinen Kräutern ejtdeckt-wir sind uns aber sicher, dass wir weitere finden, wenn wir unsere Augen weiterhin offen halten!

Nachdem wir uns die Pflanze genauestens betrachtet haben, ging es ans Pflücken, Säubern, Einlegen, Kochen und Zitronenreiben. Am Ende unserer Zeit probierten wir dann feinen, selbstgemachten Waldmeistersirup!

 

Freundschaften

Freundschaften

Nun sind die Kinder schon auf dem Weg, das letzte Viertel des Waldjahres mit uns zu gehen. Manche Kinder sind schon ganz jung zu uns gekommen, andere erleben ein Jahr bei uns. Aber alle haben etwas gemeinsam: spätestens nach der dick eingepackten Winterzeit finden sich intensive Freundschaften, mit denen gemeinsam die Kleinen und die Grossen Dinge im Wald entdeckt werden!

Glückskäfer schlüpfen aus ihrem Ei

Glückskäfer schlüpfen aus ihrem Ei

Es ist uns eine wirkliche Lobaussprechung, dass wir eine so hohe Nachfrage an Plätzen haben, dass wir nun sogar neben den Glückspilzen eine weitere Gruppe eröffnen dürfen!

Wir sprechen allen Eltern und Kindern ein DANKE aus, die unsere „Arbeit“ mit Euren Kindern wertschätzen und nach Aussen weitertragen! Nun entsteht einen neue Gruppe:

Die Glückskäfer krabbeln diese Woche aus ihren Eiern und gehen ihre eigenen Walderfahrungen sammeln! Wir wünschen ihnen ganz viel Freude dabei!

Glückspilze im Pestofieber

Glückspilze im Pestofieber

Unsere Glückspilze machten ebenfalls mit dem Bärlauch ihre Erfahrung. Sie sammelten, suchten nach Tieren, die sich im Feld direkt aufhielten, sie wuschen die Blätter, zerkleinerten sie mit dem Schnitzmesser, zermahlten Körner, füllten Öl in Gläser und würzten. Am Ende des Nachmittags konnten sie ihr eigens zubereitetes Pesto mit heim nehmen und die Walderfahung an den Tisch bringen.